Heizungsluft - Trockenperiode für die Augen

Wir müssen den Tatsachen ins Auge blicken: Heizen ist zwar wichtig, damit wir es drinnen auch in der kalten Jahreszeit gemütlich haben – für unsere Haut und unsere Schleimhäute allerdings bedeutet die damit einhergehende geringere Luftfeuchtigkeit Stress. 
Trockene Raumluft = trockene Augen – oft sind sie gerötet, ermüden schneller, können sogar brennen oder jucken und ein Fremdkörpergefühl, als hätte sich eben der Sandmann die Ehre gegeben, kann entstehen. Manchmal beginnen die Augen auch zu tränen oder man hat nach dem Aufwachen morgens den Eindruck, durch einen Schleier zu sehen. Ein gleichmäßiger Flüssigkeits-/Tränenfilm ist jedoch wichtig, damit unsere Augen gesund bleiben. Er sorgt für eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Hornhaut und hilft uns dabei, klar bzw. scharf zu sehen und die Augen vor Infektionen zu schützen. Leider stellt die trockene Heizungsluft meist nicht die einzige Gefahr für die Gesundheit unserer Augen dar – auch zu viel Computer-Arbeit, Gebläse von Klimaanlagen sowie Tabakrauch sind diesbezüglich nicht unproblematisch. Zudem können die Augen durch Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus oder infolge der Einnahme gewisser Medikamente in Mitleidenschaft gezogen werden. 
Die Nase steht bekanntlich den Augen sehr nahe und leidet mit, wenn die Luftfeuchtigkeit zu wünschen übrig lässt. Liegt die Nasenschleimhaut auf dem Trockenen, ist ihre Abwehrfunktion gegenüber Krankheiten reduziert, da die feinen Flimmerhärchen verkleben und ihre Aufgabe, Krankheitserreger abzufangen und hinaus zu transportieren, nicht mehr richtig erfüllen können. 


Damit die Luft nicht nur rein sondern auch feucht ist, bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • Regelmäßiges Stoßlüften (die Fenster werden dazu mehrmals täglich fünf Minuten lang ganz geöffnet – sie nur zu kippen genügt nicht). 
  • Eine mit Wasser gefüllte Schale oder ein nasses Tuch geben verstärkt Feuchtigkeit an die Raumluft ab, wenn sie auf dem Heizkörper platziert werden. Speziell dafür bietet der Handel auch Verdunster aus Keramik an. 
  • Auf Räucherstäbchen, Duftkerzen und Raumduftsprays sollte verzichtet werden – sie können Augen und Schleimhäute zusätzlich reizen.
  • In geschlossenen Räumen ist auch das Rauchen besonders reizend.
  • Zimmerpflanzen wie die Grünlilie dagegen sehen nicht nur hübsch aus, sondern sorgen auch für ein prima Klima.
  • Befeuchtet werden muss auch von innen, also mindestens zwei Liter täglich trinken.
  • Mit dem Heizen nicht übertreiben - bei einer Zimmertemperaturen nicht über 20 °C wird die Luft weniger trocken.
Schnelle Hilfe bei akuten Beschwerden leisten spezielle Augentropfen. 

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